GZA/The Genius – Pro Tools

August 26th, 2008

GZA – Mitglied des legendären Wu-Tang Clan – veröffentlichte mit Pro Tools sein nunmehr fünftes Soloalbum (Words from the Genius mitgezählt).
WTC Ain’t Nuthing Ta Fuck Wit
hiess es seinerzeit im Jahre 1994 auf Enter The Wu-Tang – 36 Chambers.
All I need is a beat, with a continous loop…
heisst es heute im Jahre 2008 auf Pro Tools. Diese Hookline aus Alphabets brings it auf den Punkt. Dieses Album strotzt nur so vor prägenden, direkten, ja, frugalen Beats. Diese in Kombination mit der lyrischen Eloquenz des Genius ergeben für mich bis jetzt das RAP-Album des Jahres 2008.
Erkenntnisse um diese Einschätzung nachvollziehen zu können:
Ja, NAS hat Untitled veröffentlicht.
Ja, RZA hat Digi Snacks veröffentlicht.
Ja, Timbaland hat dieses Jahr mit Timbaland Presents Shock Value mit die besten Beats abgeliefert. Aber bleiben wir beim Thema RAP-Album.
Ja, Lil Wayne hat Tha Carter III veröffentlicht. Aber…ach vergessen wir es.
Grundsatz: RAP ist Rhythm and Poetry ist Rhythmus und Poesie.
Über die Beats bereits ein paar Worte geschrieben jetzt noch etwas über die Poesie sinniert. GZA ist ein – wenn nicht gar der – Meister der Metaphorik.
Was er in einer Zeile phrasiert andere Künstler mit einem kompletten Album voller leerer Worthülsen nicht übermittlen können. Hauptsache das Feature ist geil und der Beat ist fett. Fuck Dirty South!!!
Ach bevor ich es vergesse: „GZA killed 50 Cent on Paper Plate“