Das war das Fantasy Filmfest 2008…

August 21st, 2008

… und es endete mit einem echten Partyfilm… Beine hoch, Bier auf und los gehts…
nein ich meinte nicht “The Chaser”, sondern “Trailer Park of Terror“. Durch die etwas beunruhigende Ansprache des Veranstalters vor dem Film, hatte ich schon Angst, dass das jetzt die dritte Gurke wird, da er meinte, dass die Produzenten den Film jetzt nicht mehr zeigen wollten und das wir Berliner den Film nur sehen werden. Danach verschwindet er von der Leinwand… schade für die anderen Städte, denn der Film war echt ein hammermäßig unterhaltsamer, mit Splattereinlagen gewürzter “turkey”… ähm Partyfilm. Die Handlung wurde zwar schon etliche Male erzählt (Gruppe landet im Geisterdorf – hier Trailer Park – und wird von den dort anwesenden Untoten zur Strecke gebracht), aber hier wurde so fröhlich gemeuchelt (da “verlor” einer wärend des Geschlechtsaktes den Kopf, ein anderer bekam eine ganz besondere “Thai-Rücken-Massage” und ein anderer wurde nach einem ganz besonderen Rezept zubereitet), dass es schon wieder Spaß gemacht hat und so hangelte man sich nach dem 10-Kleine-Teenielein-Prinzip, von Szene zu Szene. Diese wurden allesamt gut umgesetzt und so blieb am Ende ein geglückter Partyfilm (im Gegensatz zu den anderen erhofften Partyfilmchen s.u.) nach meinem Geschmack ;) Ich bin mal gespannt, wann und wie die fertige Endfassung am Ende herauskommt und aussieht… Bis dahin “C U Next Year, FFF”

8/10 (Party)Punkte

Ein Martyrium par excellence…

August 20th, 2008

Frisch vom FFF versuche ich mal was zum Film “Martyrs” zu verfassen.
Was für ein Film. Im Vorfeld als einer der härtesten Filme, die es z.Z. gibt, angekündigt und der erste Film, der in Frankreich eine 18er Altersfreigabe bekommen hat (in Frankreich erhalten sonst nur Pornos diese Einstufung – mittlerweile wurde er aber heruntergestuft), waren meine Erwartungen hoch. Der Film ist schwer einzuordnen und zu bewerten. Man kann nur sagen, dass er meine Erwartungen erfüllte, obwohl ich dachte, dass es sich hierbei (bloß) um eine Rachestory handle, die mit expliziten Gewaltspitzen versehen ist. Doch weit gefehlt, denn was sich nach der ersten halben Stunde (andere machen daraus einen ganzen Film) dem Zuschauer geboten wird, ist doch schwer zu ertragen bzw. überrascht dann doch. Hier kommen einige Wendungen ins Spiel, die dem ganzen gut tun. Die Kategorie “noch ein Rachefilm” verblasst und es entsteht ein Martyrium – auch für den Zuschauer – dass es so im Kino noch nicht zu sehen gab. Es wurden zwar schon explizitere Szenen auf der großen Leinwand darstellt – siehe Inside – aber als Gesamtwerk betrachtet, zählt der Film zu den extremsten Filmen, die es momentan zu sehen gibt.
Wer einen Film sehen möchte der Jenseits vom Mainstream angesiedelt ist und einiges von seinen Zuschauern abverlangt, der ist mit Martyrs bestens bedient. Eine Ablösung von Inside von meiner persönlichen “Best-Extreme-Movie”-Liste schafft Martyrs nicht. Aber einen zweiten Platz hat er sicher. Auf jeden Fall ein Highlight auf dem diesjährigen FFF.

8,5/10 (Hardcore)Punkte

Strange Blood

August 19th, 2008

Gestern gab es also “Lady Blood” zu bestaunen… mmh… angepriesen als eine “nicht fertig gewordene Version des Films”, lies man sich 90 Min. lang von verwirrenden, abgehackt wirkenden Szenen berieseln, wobei mir das komische Gefühl aufkam “Was soll das alles?”. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, sich vorab den Vorgänger “Baby Blood” anzugucken, der bereits 1990 in die Kinos kam (in D nur auf Video). Vielleicht hätte man dann vorher gewusst, was einen erwarten würde, aber so konnte man es nur erahnen… So entstand eine Mischung aus Body Snatcher, Dämon (Falling) und ein bißchen “Wächter der Nacht” (die Typen mit den Sonnenbrillen erinnern mich irgendwie daran), nur schlechter. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass es dieses Jahre viele Gurken auf dem FFF gibt, das XII immer noch grottig ist und das Lady Blood einen Rückschritt in Sachen “Neues, französiches Kino” darstellt. Vielleicht ist ja die fertige Fassung des Films besser (aber das denke ich nicht).

3/10 Punkte

Ein “Welcome” und “Guan Di”

August 17th, 2008

Gestern guckte ich mir “The Midnight Meat Train” und “My name is Bruce” in der Kulturbrauerei an.
Wow, meine Erwartungen wurden zumindest bei TMMT sogar noch übertgroffen. Genau so hätte ich mir “XII” gewünscht, aber es sollte ja nicht so sein. Jedenfalls wird einem einiges bei TMMT geboten. Selten wurde eine “Hammer vs. Head”-Sequenz so schön in Zeitlupe präsentiert, wie hier… die Szenen war teilweise sehr hart, aber genau so musste das auch sein. Eine klare Empfehlung auf dem Festival. Bis jetzt mein Highlight, aber es kommt ja noch Matyrs ;)

8,5/10 Punkte

Guan You, Guan Me, Guan Di… ”My name is Bruce“ ist Trash vom Feinsten und es war herrlich, wie Bruce Campbell sich selbstironisch aufs Korn nahm bzw. das ganze Genre. Leider erreicht er nicht die Qualitäten eines “Bubba Ho-Tep”, aber für alle Bruce-Fans bestens geeignet und empfehlenswert. Für alle anderen – muss man nicht sehen, falls der Parallelfilm interessanter sein sollte… Der erwartete Partyfilm wurde es leider nicht, da geht die Krone doch an DotD…

6/10 Punkte

Mein 2.Tag auf dem FFF2008

August 16th, 2008

Heute gab es einen Partyfilm und ein enttäuschender Slasher… die Rede ist von “Dance of the Dead” und “XII”. Zu DotD gibt es eigentlich nix zu meckern, hier ging es richtig zur Sache, was Humor und Zombie-Action angeht. Ein echter Partyfilm, der vielleicht nur von “My name is Bruce” oder “Monster Slayer” geschlagen werden könnte. Ein Mix aus 80er-Jahre Tenniemovie und Hommage an die “… of the Dead”-Reihe. Gelungen und gute Unterhaltung.

7/10 Punkte

Wahrscheinlich meine Gurke des FFF2008 wird wohl “XII” sein. Laut Programmheft 110 Min. lang, war nach 80 Min. Schluß und man hatte das Gefühl hier wurde nachträglich einiges an Handlung gekürzt um ein schnelleres Abspulen der recht dünnen Handlung hinzubekommen. Ich weiß es nicht, jedenfalls hatte ich zum Ende hin den Eindruck, dass der Film auch nicht rechtzeitig fertig geworden ist, in Bezug auf das Soundmixing. Einige kurze Einstellungen hatten keinen Ton und manchmal kam es mir so vor, als ob in mehreren Szenen Tonsequenzen überlagert waren, was meistens durch schlechte Schnitte hervorgerufen wird… Zu den Charakteren kann man nicht viel sagen, außer das sie Teil einer Jury waren, die den Killer verurteilt hatten und nun von diesem fünf Jahre später hingemetzelt werden. Naja hingemetzelt ist vielleicht etwas übertrieben, da hier nur drei recht blutige Szenen gezeigt wurden. Am Ende hat der Killer die Rechnung ohne Opfer Nr. 12 gemacht. Ihr ahnt wie es ausgeht. Storytwists oder ähnliches – Fehlanzeige… ganz schlechtes Kino.

2/10 Punkte

Es wird fleissig gereviewt…

August 14th, 2008

… auf der bekannten Review-Fan-Seite des Fantasy Film Festes (s. Link FantasyFilmFestReview). Zwei Tage nach dem Start gibt es mittlerweile 11 Rewiews zu “Eden Lake”, die im großen und ganzen recht positiv ausgefallen sind (insgesamt 6,8/10 Punkten). Die ersten Reviews zu “The Rage” sind auch nicht so überwältigend, ebenso wie für “Terra” – der laut Veranstalter erst kurz vor Beginn per Flieger eintraf – aber das kann ja noch werden. Ich hoffe nur, dass ich mit meiner Auswahl wieder ein gutes Händchen bewiesen habe, aber das wird man noch sehen. Morgen bzw. nachher geht es erst einmal weiter mit “Dance of the Dead” und “XII”. Vom letzteren erwarte ich mir einiges. Zumindest sieht die Homepage von “XII” recht überzeugend aus. Das war’s dann erst einmal und gute Nacht…

Das Festival ist eröffnet…

August 13th, 2008

…und beginnt Ernst! Das war also der Eröffnugsfilm 2008, Eden Lake. Als Weltpremiere von den Veranstaltern angekündigt und mit viel Vorschusslorbeeren versehen, war man nun gespannt, was einen die nächsten 90 Min. erwartet. Die Story ist schnell erzählt: Ein Päarchen fährt für ein Wochenende an den titelgebenen See um zu entspannen, doch so soll es nicht kommen, denn eine Horde Teenager machen sich ebenfalls an diesem Strandabschnitt breit… Einige Beleidigungen und böse Blicke später, ist es dann auch schon dahin mit der gewollten Entspannung am See und der Terror beginnt, denn was in den letzten 60 Min. des Films an Gewalt auf den Zuschauer einprasselt, ist eigentlich schwer zu ertragen. Hier wird nicht mit überdimensionalen Schlachtermessern gemeuchelt, sondern mit einfachen Teppich- und Tachenmessern. Die dargestellte Gewalt wirkt in keinem Moment übertrieben, sondern sehr real. Diese Teenager haben keine Werte und keine Moral, eine Hemmschwelle ist kaum vorhanden. Die Eltern interessieren sich nicht für sie und wenn nicht gespurt wird, gibt es stattdessen eins in die Fre*se.

Leider sind solche Bilder, in denen Teenager zur Gewalt greifen und auch immer häufiger Opfer von Gewalt werden, heutzutage alltäglich und regelmäßig in der Presse zu verfolgen… Ein erschreckendes, aber leider realistisches Abbild unserer heutigen Gesellschaft. Klar kann man dieses Szenario nicht verpauschalisieren und es stellt immer noch die Ausnahme dar, jedoch sollte man dies nicht unterschätzen.

Aber zurück zum Film. Leider werden hier auch die üblichen Klischees zu sehr bedient und die Handlungsweise der Teenager nicht genug hinterfragt, so dass die Charaktere eher flach wirken, was den Gesamteindruck etwas trübt. Jedoch hatte ich 90 Min. lang ein bedrückendes Gefühl, welches auch nach dem Kinobesuch noch eine ganze Weile anhielt. Sicher werden einige bemängeln, dass die Storyline schon etliche male erzählt wurde, doch da es diesmal Teenager sind, die als Täter agieren, wirkt der Film umso bedrückender. Ein Film, der ein ungutes Gefühl beim Zuschauer hinterlässt…

Mal sehen, was die anderen Filme noch so bringen!

7,5/10 Punkte

Noch ein paar Stunden bis zum FFF 2008

August 12th, 2008

In ein paar Stunden ist es endlich soweit, das Fantasy Filmfest 2008 öffnet seine Horror-Pforten mit dem Eröffnungsfilm Eden Lake. Dieser Film läuft als Preview und wurde somit nur wenigen Leuten vorab gezeigt. Das ist immer etwas besonderes eine Welt- oder Europapremiere als einer der Ersten zu sehen. Deshalb freue ich mich auch schon ganz besonders auf diesen Film. Eine Review, die ich im WWW gefunden hab, lässt einiges hoffen ;) Meine Review zu diesem Film folgt in Kürze… stay tuned.

Eden Lake

Eden Lake

Meine diesjährige Filmauswahl für das FFF2008

August 5th, 2008

Die folgenden Filme werde ich mir beim diesjährigen Filmfest zu Gemüte führen: [UPDATE]

  • Di [12.08.08]: Eden Lake (20:15)
  • Fr [15.08.08]: Dance of the Dead (21:30) + XII (23:30)
  • Sa [16.08.08]: The Midnight Meat Train* (19:45) + My Name is Bruce (21:45) in der Kulturbrauerei
  • Mo [18.08.08]: Lady Blood (23:30)
  • Di [19.08.08]: Martyrs (21:45)
  • Mi [20.08.08]: Trailer Park of Terror (22:00)
  • Das FantasyFilmFest 2008 steht vor der Tür

    August 5th, 2008

    In gut einer Woche heißt es wieder: Vorhang auf für die extravaganten Filmchen, die man sonst teilweise so nie im Kino oder auf DVD zu Gesicht bekommen wird. Wieder fit und bereit, nach der letzten FilmFestNight, kann es also losgehen und mein diesjähriges Highlight wird wohl Martyrs sein, welcher – laut ersten Berichten aus Cannes – noch eine Stufe Härter als Inside sein soll! Man kann gespannt sein, entsprechende Reviews folgen…