…und beginnt Ernst! Das war also der Eröffnugsfilm 2008, Eden Lake. Als Weltpremiere von den Veranstaltern angekündigt und mit viel Vorschusslorbeeren versehen, war man nun gespannt, was einen die nächsten 90 Min. erwartet. Die Story ist schnell erzählt: Ein Päarchen fährt für ein Wochenende an den titelgebenen See um zu entspannen, doch so soll es nicht kommen, denn eine Horde Teenager machen sich ebenfalls an diesem Strandabschnitt breit… Einige Beleidigungen und böse Blicke später, ist es dann auch schon dahin mit der gewollten Entspannung am See und der Terror beginnt, denn was in den letzten 60 Min. des Films an Gewalt auf den Zuschauer einprasselt, ist eigentlich schwer zu ertragen. Hier wird nicht mit überdimensionalen Schlachtermessern gemeuchelt, sondern mit einfachen Teppich- und Tachenmessern. Die dargestellte Gewalt wirkt in keinem Moment übertrieben, sondern sehr real. Diese Teenager haben keine Werte und keine Moral, eine Hemmschwelle ist kaum vorhanden. Die Eltern interessieren sich nicht für sie und wenn nicht gespurt wird, gibt es stattdessen eins in die Fre*se.
Leider sind solche Bilder, in denen Teenager zur Gewalt greifen und auch immer häufiger Opfer von Gewalt werden, heutzutage alltäglich und regelmäßig in der Presse zu verfolgen… Ein erschreckendes, aber leider realistisches Abbild unserer heutigen Gesellschaft. Klar kann man dieses Szenario nicht verpauschalisieren und es stellt immer noch die Ausnahme dar, jedoch sollte man dies nicht unterschätzen.
Aber zurück zum Film. Leider werden hier auch die üblichen Klischees zu sehr bedient und die Handlungsweise der Teenager nicht genug hinterfragt, so dass die Charaktere eher flach wirken, was den Gesamteindruck etwas trübt. Jedoch hatte ich 90 Min. lang ein bedrückendes Gefühl, welches auch nach dem Kinobesuch noch eine ganze Weile anhielt. Sicher werden einige bemängeln, dass die Storyline schon etliche male erzählt wurde, doch da es diesmal Teenager sind, die als Täter agieren, wirkt der Film umso bedrückender. Ein Film, der ein ungutes Gefühl beim Zuschauer hinterlässt…
Mal sehen, was die anderen Filme noch so bringen!
7,5/10 Punkte